40 Jahre Bettenland: Eine Berner Erfolgsgeschichte

Bern,
Es gibt Geschichten, die nicht mit grossen Mitteln beginnen, sondern mit Mut, Ausdauer und der klaren Vision, Bestehendes anders zu machen.

1986 entsteht in der Berner Länggasse etwas Neues: ein neuartiges Bettenfachgeschäft mit vielen Ideen und einem ganz eigenen Ansatz. Wände werden gestrichen, Rasenteppich verlegt. Ungewöhnlich, aber genau das passt zu diesem Anfang.
Freunde helfen mit, Familie unterstützt, wo sie kann. Vieles ist improvisiert. Die Ausstellung ist weit entfernt von perfekt. Viele Betten stehen einfach da, ohne Matratze oder sonstiges Zubehör, weil es für mehr noch nicht reicht.
Und doch ist von Anfang an etwas spürbar: Herzblut, Leidenschaft und die Entschlossenheit, den eigenen Weg zu gehen.
Einen neuen Weg gehen
Hinter diesen Kulissen steht der damals 27-jährige Marcel Stöckli. Bereits seine Grosseltern und später seine Eltern waren in der Stadt Bern im Bettwarenhandel tätig. Für Marcel ist jedoch früh klar, dass er seinen eigenen Weg gehen will.

Nicht gegen die Familie, sondern mit einer eigenen Vorstellung davon, wie Schlafen, Einrichten und Verkaufen auch anders funktionieren können. So entsteht die Idee von Bettenland.
Das Bett und der Mensch im Zentrum
Bettenland entsteht somit genau in einer Zeit des Wandels. Statt Einzelbetten rückt das gemeinsame Schlafen im Doppelbett in den Fokus, damals spricht man von «Französischen Betten».
Gleichzeitig geht der Trend weg vom komplett eingerichteten Schlafzimmer hin zu einzelnen, bewusst gewählten Möbelstücken, vor allem zum Bett selbst. Genau hier setzt Bettenland an und positioniert sich früh mit einem klaren Gespür für die Bedürfnisse der Zeit.
Was Bettenland dabei besonders macht, ist nicht nur das Sortiment, sondern vor allem die Person dahinter. Marcel fällt auf. Lange lockige Haare, Grinsen im Gesicht und ein lockeres, leicht offen geknöpftes T-Shirt mit Jeans.
Ein unkonventionelles Auftreten, anders als man es in dieser Branche damals gewohnt ist. Und genau das passt. Er begegnet den Menschen auf Augenhöhe, ehrlich, direkt und sympathisch.

Im Mittelpunkt steht für ihn nie einfach nur ein Produkt, sondern immer auch der Mensch dahinter, seine Gesundheit, seine Bedürfnisse und die Frage, was wirklich zu ihm passt. Keine leeren Versprechen und kein Kaufzwang.
Sondern echte Beratung, abgestimmt auf den Menschen vor ihm. Geliefert werden im Anschluss qualitativ hochwertige Produkte zu fairen Preisen, gratis direkt nach Hause.
Rabattaktionen
Bettenland wächst. Schritt für Schritt. Mit jedem Gespräch, jeder Lieferung und jeder Empfehlung. In den ersten Jahren liefert und montiert Marcel die Betten noch persönlich.
Mit dem Wachstum kommen auch die ersten Mitarbeitenden dazu, die das Unternehmen mittragen und mitprägen.
Man kennt die Kunden, nimmt sich Zeit, hört zu. Genau das spricht sich herum. Ein entscheidender Wachstumsschub kommt Mitte der 90er-Jahre. Bis dahin durfte nur in bestimmten Zeitfenstern mit Rabatten geworben werden.
Als diese Einschränkung wegfällt, nutzt Bettenland die neue Freiheit konsequent und macht mit grossen, ganzseitigen Zeitungsinseraten und Rabattaktionen auf sich aufmerksam. Die Nachfrage steigt markant und löst eine Eigendynamik aus, die kaum mehr zu bremsen war.
Von 1 auf 30
Aus der Einmannfirma wird über die Jahre ein Unternehmen mit rund 30 Mitarbeitenden. Viele davon begleiten Bettenland über eine lange Zeit. Einige zählen zu den ersten Mitarbeitenden überhaupt und sind bis heute Teil des Unternehmens, andere gingen nach jahrzehntelanger Treue direkt von Bettenland in die Pension.
Mit diesem Wachstum entwickeln sich auch die Strukturen weiter. Neue Standorte entstehen, zuerst in Thun, später im Berner Seeland in Kappelen. Dort wird erstmals eine grosse Lagerhalle und ein eigenes Lieferteam etabliert.

Ein grosser Meilenstein ist der Umzug in den über 1000 m² grossen Hauptsitz in Zollikofen mit dutzenden Kundenparkplätzen und Büroräumlichkeiten, der die Filiale in der Länggasse schliesslich ablöst.
Weitere Filialen folgen in Kirchberg, Bern Breitenrain, Biel, Dietikon und Egerkingen. Aus dem Berner Fachgeschäft wird mit den Jahren ein Unternehmen mit acht Filialen und einem Onlineshop für die ganze Schweiz.
Die Matratze wird wichtig
Besonders im Matratzenbereich macht sich das Unternehmen mit viel Fachwissen und einem starken Sortiment, vor allem bei Latexmatratzen, schweizweit einen Namen. Bettenland steht hier für hohen Schlafkomfort und hochwertige Qualität.
Seit je arbeitet das Unternehmen eng mit Schweizer Herstellern zusammen. Marcel hat nicht nur Bettenland aufgebaut, sondern auch eine Familie, die mit dem Unternehmen mitgewachsen ist.
Seine vier Töchter sind mit dem Geschäft gross geworden, zwischen Ausstellungen, Lieferungen und Gesprächen mit Kunden. Heute ist mit ihnen und einem Schwiegersohn bereits die nächste Generation im Unternehmen tätig und prägt Bettenland mit ihren eigenen Fähigkeiten und Ideen.
Mit ihnen wurden auch neue Themen stärker vorangetrieben, etwa die Digitalisierung, der Schritt in den Onlinehandel oder die Expansion in weitere Regionen. Denn ein Unternehmen in dieser Grösse lebt davon, dass jeder seine Stärken einbringt.
Und während früher die Töchter durch die Filialen liefen, sind es heute bereits Marcels sechs Enkelkinder, die Bettenland von klein auf miterleben dürfen.
Mehr als ein Jubiläum
40 Jahre Bettenland sind deshalb mehr als nur ein Jubiläum. Es ist eine Geschichte von Mut, von Einsatz und von einer klaren Überzeugung.
Vor allem aber ist es auch eine Geschichte von Kundinnen und Kunden, die diesen Weg mit ihrer Treue und ihren Weiterempfehlungen über Generationen hinweg mittragen, und von Mitarbeitenden, die ihn mit grossem Engagement Tag für Tag mitgestalten.






