Philip Kohli: «Ein Nein wäre die teuerste Lösung»

Bern,
Das Kunstmuseum Bern wird zur Standortfrage für Wirtschaft und Kultur. Eine Kolumne von Philip Kohli, Geschäftsleiter der HIV-Sektion Bern.

Jeder Hausbesitzer weiss: Je länger man eine Sanierung herauszögert, desto teurer wird es am Schluss. Das gilt auch für das Kunstmuseum Bern.
Wer einfach nichts tun will, verdrängt die Realität: Die bestehenden Gebäude sind sanierungsbedürftig, die Unterhaltskosten steigen und mittelfristig ist der Betrieb stark gefährdet. Die Frage ist deshalb nicht, ob investiert wird, sondern ob Bern daraus ein überzeugendes Zukunftsprojekt macht.
Genau diese Chance bietet die Abstimmung vom 14. Juni 2026. Das neue Kunstmuseum ist weit mehr als ein Kulturprojekt. Es ist ein wirtschaftliches Standortprojekt für die Stadt und den ganzen Kanton Bern. Ein Ja stärkt Arbeitsplätze, schafft Wertschöpfung und erhöht die Attraktivität unseres Standorts.
Besonders wichtig ist zudem, dass mit der Stadt Bern bei der Hodlerstrasse eine vernünftige Verkehrslösung gefunden werden konnte. Die ursprünglich diskutierte Sperrung ist vom Tisch. Das ist für das Berner Gewerbe und Zulieferer wichtig.
Von einem Ja profitiert die Berner Wirtschaft direkt: Planungsbüros, Bauunternehmen, Handwerksbetriebe und zahlreiche Zulieferer erhalten konkrete Aufträge. Ein grosser Teil der Investitionen bleibt damit in der Region und sorgt gerade in wirtschaftlich anspruchsvollen Zeiten für wichtige Impulse.

Die Finanzierung ist breit abgestützt. Private Geldgeber, Stiftungen und die Wirtschaft beteiligen sich substanziell an den Kosten. Das zeigt, dass weit über die Politik hinaus an den Nutzen dieses Projekts geglaubt wird.
Ein modernes Kunstmuseum stärkt schliesslich auch Tourismus, Aufenthaltsqualität und das internationale Profil Berns. Diese Chance sollten wir nutzen – mit einem klaren Ja.
Zum Autor
Philip Kohli (*1991) ist Rechtsanwalt und Geschäftsleiter der HIV-Sektion Bern.







