Gegen Belästigung: «Biel schaut hin» setzt auf Zivilcourage

Die Stadt Biel lanciert am 25. Juni 2026 das Online-Meldetool «Biel schaut hin». Betroffene und Zeugen können Belästigungen ab sofort anonym digital melden.

Wie die Stadt Biel berichtet, lanciert sie am 25. Juni 2026 die Sensibilisierungskampagne «Biel schaut hin» mit einem Online-Meldetool gegen Belästigung im öffentlichen Raum. Wer sexistische, diskriminierende oder sexualisierte Belästigung erlebt oder beobachtet, kann diese anonym und sicher melden. Damit fördert die Stadt Biel Sicherheit, Gleichstellung und Zivilcourage.
Mit der Einführung des online Meldetools «Biel schaut hin» setzt die Stadt ein klares Zeichen: Sexismus, Queerfeindlichkeit und sexualisierte oder diskriminierende Belästigungen im öffentlichen Raum werden nicht toleriert.
Alle Menschen sollen sich in Biel frei und ohne Angst bewegen können – unabhängig von Geschlecht, Geschlechtsidentität, sexueller Orientierung, Hautfarbe, Religion oder einer Behinderung. Die Einführung des Meldetools wird von einer Sensibilisierungskampagne in den sozialen Medien, an frequentierten Orten der Stadt sowie im öffentlichen Verkehr begleitet.
Meldungen als Instrument gegen Dunkelziffer
Personen, die Belästigungen erleben, melden diese nicht immer offiziellen Stellen wie der Polizei oder der Opferhilfe. Mit «Biel schaut hin» steht Betroffenen und Beobachtenden neu ein niederschwelliges digitales Instrument zur Verfügung, um Vorfälle anonym zu melden und sichtbar zu machen.
Die erfassten Meldungen sollen dazu beitragen, die Dunkelziffer im Stadtgebiet aufzuzeigen und evidenzbasiert weiteren Handlungsbedarf abzuleiten. Das Tool stellt zudem Informationen zu rechtlichen Möglichkeiten und Beratungsangeboten bereit und verweist bei strafrechtlich relevanten Sachverhalten auf die zuständige Stelle der Kantonspolizei.
Gemeinsam für einen sicheren öffentlichen Raum
Mit der Einführung des Meldetools setzt der Gemeinderat die Forderung eines parlamentarischen Vorstosses um. Die Stadt Biel ist überzeugt, dass Sicherheit und Respekt im öffentlichen Raum nur durch das Zusammenwirken von Behörden, Zivilgesellschaft und Bevölkerung erreicht werden können. «Biel schaut hin» ist ein wichtiger Schritt auf diesem Weg.





