«Keine Krone» übernimmt Bieler Kunstraum

Nau.ch Lokal
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Biel/Bienne,

Das Kollektiv «Keine Krone» übernimmt ab September 2026 für drei Jahre die Programmgestaltung des Kunstraums Alte Krone in Biel. Auftakt ist am 12. September.

Stadtverwaltung im Kongresshaus Biel an der Zentralstrasse 60 in Biel.
Stadtverwaltung im Kongresshaus Biel an der Zentralstrasse 60 in Biel. - Nau.ch / Ueli Hiltpold

Wie die Stadt Biel mitteilt, wird von September 2026 bis August 2029 das Kollektiv «Keine Krone» die Programmgestaltung des Kunstraums der Alten Krone übernehmen. Dies hat die siebenköpfige Jury entschieden.

Der Name des Kollektivs ist nicht nur Titel, sondern auch Programm. Am 12. September 2026 findet die erste Veranstaltung statt.

Das Kollektiv «Keine Krone» besteht aus den Künstlern Eve Chariatte, Laurent Güdel, Lionel Gafner, Laurine Landry, Corinne Odermatt und Nik Fischer. Mit ihrem engagierten Ansatz und ihrer beruflichen Erfahrung haben sie die Jury überzeugt, die Programmgestaltung des Kunstraums im Erdgeschoss der Alten Krone für die nächsten drei Jahre zu übernehmen.

Das Kollektiv setzte sich im Ausschreibungsverfahren gegen fünf weitere eingereichte Dossiers durch.

Ein in Biel verankertes, interdisziplinäres Kollektiv

Die Jury hebt hervor, dass die Mitglieder des Kollektivs stark in der Stadt Biel und ebenso stark in der Kulturwelt verankert sind. Gleichzeitig ist das Kollektiv «Keine Krone» – wie seine zuweilen überregionalen und internationalen Mitbewerbenden – national und international bestens vernetzt.

Diese nachhaltige und bereichernde Verbindung mit der Stadt Biel schlägt sich im ausgesprochenen Engagement nieder, mit welchem das Kollektiv den Ort aktiv nutzen und lebendig gestalten möchte.

Ausserdem schätzt die Jury den interdisziplinären Ansatz des Projekts. So sind die Mitglieder über den Bereich der Visuellen Kunst hinaus als professionelle Akteure in den Bereichen Musik und Tanz tätig.

Diese verschiedenen Expertisen werden in die Programmgestaltung des Kunstraums einfliessen und so die Vielfalt seiner Möglichkeiten ausloten.

Nachhaltige Kulturarbeit

Der Name des Kollektivs «Keine Krone» ist nicht nur Titel, sondern auch Programm. Ihr Bestreben, innerhalb des Kollektivs nachhaltige Organisationsstrukturen zu entwickeln und zu leben, soll als überzeugender Ansatz nach aussen strahlen.

Im Zentrum steht dabei, dass sich die Mitglieder konsequent auf Augenhöhe begegnen, was sich nach aussen in eine Haltung der Offenheit und Zugänglichkeit übersetzt.

So unterstreicht das Kollektiv den Wert, den es Begegnungen mit der Quartierbevölkerung beimisst. Gleichzeitig möchte es einen Ort schaffen, der für Menschen zugänglich ist, die bisher wenig zeitgenössische Kunstluft schnupperten.

Gemeinsam Kultur gestalten

Das Kollektiv plant ein zyklisches Ausstellungs- und Veranstaltungsprogramm, das auf den Begriffen «Langsamkeit» und «Robustheit» aufbaut. Neben einer künstlerischen Auseinandersetzung mit diesen Themen sollen sie praktisch in die Schaffung von Rahmenbedingungen eines nachhaltigen und offenen Kulturbetriebs einfliessen.

«Keine Krone» stellt die kulturelle Teilhabe in den Mittelpunkt. Die ersten Monate werden dazu da sein, die Community aufzubauen und das Programm zu erstellen. Ab 2027 werden regelmässige Veranstaltungen stattfinden. Dazu gehören Ausstellungen, Listening Sessions, Performances, Workshops und Gespräche.

Am 12. September findet die erste öffentliche Veranstaltung statt, wobei das Kollektiv «Keine Krone» alle zu einem Tag der offenen Tür einlädt. Weitere Informationen folgen zu einem späteren Zeitpunkt.

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