Brig-Glis feiert Wakkerpreis mit Stadtfest

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Oberwallis,

Brig-Glis feiert vom 19. bis 21. Juni 2026 die Übergabe des Wakkerpreises mit einem grossen Stadtfest voller Kultur, Musik und Begegnungen.

Blick auf Brig mit der A9 Simplonstrasse, der Kollegiumskirche, dem Stockalperpalast sowie der Iischi Arena und dem Bahnhof.
Blick auf Brig mit der A9 Simplonstrasse, der Kollegiumskirche, dem Stockalperpalast sowie der Iischi Arena und dem Bahnhof. - Nau.ch / Ueli Hiltpold

Wie die Stadt Brig-Glis berichtet, darf sich Brig-Glis auf ein aussergewöhnliches Festwochenende freuen. Vom Freitag, 19. Juni, bis Sonntag, 21. Juni 2026, feiert die Stadtgemeinde die Übergabe des Wakkerpreises mit einem vielfältigen Programm für alle Generationen.

An einer Medienkonferenz im Kirchturm der Wallfahrtskirche von Glis stellten Stadtpräsident Mathias Bellwald, Stadtarchitekt Daniel Giezendanner und Stadtschreiberin Isabelle Hanselmann die Bedeutung der Auszeichnung und die Höhepunkte des Stadtfestes vor.

«Der Wakkerpreis erfüllt uns mit grosser Freude und auch mit Stolz», sagte Stadtpräsident Mathias Bellwald.

«Diese Auszeichnung gehört nicht einzelnen Personen oder Institutionen. Sie gehört der gesamten Bevölkerung von Brig-Glis. Viele Menschen haben über Jahrzehnte hinweg dazu beigetragen, unsere Stadt zu gestalten, unsere Quartiere lebenswert zu machen und unser bauliches Erbe zu bewahren.» Deshalb wolle man diesen Preis auch gemeinsam mit allen feiern, so Bellwald.

Wertvolles Erbe zeitgemäss weiterentwickelt

Mit dem Wakkerpreis 2026 würdigt der Schweizer Heimatschutz die Ortsbild- und Siedlungsentwicklung der vergangenen Jahre in Brig-Glis. Die Stadtgemeinde verfügt über ein reichhaltiges bauliches Erbe, das nicht bloss erhalten, sondern zeitgemäss genutzt und damit in die Zukunft geführt wird.

Ein historisches Schlösschen aus der Zeit Kaspar Stockalpers dient heute als Wohn- und Jugendheim. Ein ehemals militärisch genutztes Zeughaus wurde zu einem Kultur- und Begegnungsort.

Teile des Ursulinenklosters bieten heute Gästen und geflüchteten Menschen ein Zuhause. Gleichzeitig macht der Wakkerpreis auf die architektonischen Qualitäten jüngerer Bauten aufmerksam; beispielsweise auf den Stufenbau des Kollegiums Brig oder die Postgarage im Rhonesandquartier.

«Der Wakkerpreis zeichnet nicht ein einzelnes Gebäude aus, sondern eine Haltung», erklärte Stadtarchitekt Daniel Giezendanner.

«Brig-Glis zeigt, wie historische Bauten neue Aufgaben übernehmen können und wie sich gleichzeitig qualitätsvolle zeitgenössische Architektur entwickeln lässt. Entscheidend ist, dass wir unsere Stadt nicht als etwas Abgeschlossenes betrachten, sondern als einen Lebensraum, den wir sorgfältig und gemeinsam weiterentwickeln.»

Anerkennung für Klimaanpassung und Stadtentwicklung

Positiv hervorgehoben wurde auch der Umgang der Stadtgemeinde mit den Herausforderungen von Naturereignissen und des Klimawandels. Dazu gehören unter anderem die Neugestaltung des Stadtzentrums nach dem Unwetter von 1993 sowie die laufende Anpassung des öffentlichen Raums an steigende Temperaturen und veränderte klimatische Bedingungen.

«Die Auszeichnung ist Lob und Anerkennung für die bisher geleistete Arbeit», so Daniel Giezendanner. «Sie ist für uns aber vor allem», so Daniel Giezendanner weiter, «ein Ansporn, die vorhandenen Qualitäten gemeinsam mit der Bevölkerung in die Zukunft zu tragen.»

Drei Tage voller Begegnungen, Musik und Genuss

Das Stadtfest bietet vom 19. bis 21. Juni ein reichhaltiges Programm an verschiedenen Orten in Brig, Glis, Gamsen und Brigerbad.

Einer der Höhepunkte ist der Brunch im Stockalperhof, bei dem die Besucherinnen und Besucher eine zauberhafte Überraschung erwartet. Die feierliche Übergabe des Wakkerpreises findet am Samstagnachmittag in der ZeughausKultur statt.

Auf der Wakkermeile in der Gliserallee stehen Begegnungen und kulinarische Genüsse im Mittelpunkt. Für musikalische Höhepunkte sorgen am Samstagabend die Konzerte auf dem Gliser Dorfplatz. Auf der Bühne stehen unter anderem Laudazio, Gospel Joy und die Schweizer Sängerin Veronica Fusaro.

«Wir möchten ein Fest schaffen, an dem sich die ganze Bevölkerung willkommen fühlt», sagte Stadtschreiberin Isabelle Hanselmann. «Das Programm verbindet Geschichte, Kultur, Musik, Kulinarik und geselliges Beisammensein. Es bietet die Gelegenheit, bekannte Orte neu zu entdecken und miteinander die Freude über diese besondere Auszeichnung zu teilen.»

Das Carillon erklingt erstmals

Einen besonderen Abschluss der Medienkonferenz bildete die erstmalige Präsentation des neuen Carillons der Wallfahrtskirche von Glis. Beat Jaggy, Kulturpreisträger von Brig-Glis, liess das Glockenspiel erstmals erklingen und vermittelte damit einen Vorgeschmack auf das Festwochenende. Im Rahmen des Stadtfestes wird das Carillon feierlich eingeweiht.

«Der Wakkerpreis erzählt von unserer Vergangenheit, zeichnet die Arbeit der Gegenwart aus und verpflichtet uns für die Zukunft», betonte Stadtpräsident Mathias Bellwald abschliessend. Nun sei aber zunächst die Zeit zum Feiern gekommen. «Diesen Preis haben wir gemeinsam verdient und deshalb feiern wir ihn auch gemeinsam.»

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