PFAS auf Spielplätzen entdeckt: Stadt ergreift Schutzmassnahmen

Nau.ch Lokal
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Fribourg,

Auf zwei Spielplätzen auf Gemeindegebiet wurde eine zu hohe PFAS-Belastung festgestellt. Die Stadt Freiburg hat bereits erste Schutzmassnahmen getroffen.

Spielplatz SAnd Holz Gerüst
Ein Spielplatz. (Symbolbild) - Depositphotos

Um die PFAS-Belastung von öffentlich zugänglichen Freizeit- und Sportanlagen zu überprüfen, lässt die Stadt Freiburg mehr als 40 Standorte auf dem Gemeindegebiet untersuchen.

Wie die Stadt Freiburg am 22. Juni 2026 mitteilt, wurde an zwei Orten der Grenzwert von 30 Mikrogramm pro Kilogramm TEQ überschritten. Dieser Wert wurde kürzlich vom Bundesamt für Umwelt bestätigt.

Schutzmassnahme «Geotextil»: Direkten Kontakt mit belastetem Boden verhindern

Die beiden betroffenen Standorte müssen daher saniert werden. Es handelt sich um die unbefestigten Bodenflächen rund um die Spielplätze an der Route des Arsenaux in Pérolles sowie bei der Schule Villa Thérèse im Schönbergquartier.

Ein weiterer Standort auf der Schützenmatte wird derzeit vertieft untersucht. In der Zwischenzeit wurden vorsorgliche Schutzmassnahmen beschlossen.

Heute wird auf den betroffenen Flächen eine Schutzschicht aus Geotextil aufgebracht, um jeden direkten Kontakt mit dem belasteten Boden zu verhindern. Der Zugang zu den betroffenen Bereichen wird lediglich für die Dauer der Installationsarbeiten gesperrt.

Die eigentlichen Sanierungsarbeiten, bei denen der belastete Boden durch unbelastetes Material ersetzt wird, sollen so rasch wie möglich umgesetzt werden. Für diese Massnahmen wird ein Gesuch um Bundesbeiträge eingereicht.

PFAS: «Ewigkeitschemikalien» sind nahezu überall nachweisbar

Seit 2025 verpflichtet das Umweltschutzgesetz zur Sanierung von öffentlichen Spielplätzen und Grünflächen, deren Böden mit umweltgefährdenden Stoffen belastet sind und auf denen regelmässig Kleinkinder spielen.

Zu diesen Stoffen gehören die PFAS (per- und polyfluorierte Alkylsubstanzen), die auch als «Ewigkeitschemikalien» bezeichnet werden. Dabei handelt es sich um synthetische chemische Verbindungen, die in der Umwelt praktisch nicht abgebaut werden.

Aufgrund ihrer wasser-, fett- und schmutzabweisenden Eigenschaften werden PFAS seit den 1940er-Jahren in zahlreichen Produkten eingesetzt. Sie reichern sich sowohl in der Umwelt als auch im menschlichen Körper an.

Eine aktuelle Studie der Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften mit mehr als tausend Bodenmessungen in der Schweiz zeigt, dass PFAS in 99 Prozent der untersuchten Bodenproben nachweisbar sind. Freiburg bildet dabei keine Ausnahme.

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