100 Jahre Liebefeld-Leist: Vier Tage Fest

Der Könizer Liebefeld-Leist feiert sein 100-jähriges Bestehen. Vom 25. bis 28. Juni 2026 lädt ein viertägiges Fest im Liebefeld Park ein.

Wie die Gemeinde Köniz berichtet, beschreibt das «Geographische Lexikon der Schweiz» (1905) zu Beginn des 20. Jahrhunderts das Liebefeld als ein «schön gelegenes Dorf» auf 564 Höhenmetern, mit 17 Häusern und 205 reformierten Einwohnern. Heute leben rund 6700 Menschen unterschiedlichster Konfessionen im Liebefeld.
Es gab überwiegend Landwirtschaft, ergänzt durch einzelne gewerbliche Betriebe wie eine Lack- und Farbenfabrik und eine grössere Bierbrauerei.
Zu überregionaler Bedeutung gelangte das Liebefeld durch die Ansiedlung der zentralen Verwaltung der schweizerischen landwirtschaftlichen Versuchs- und Untersuchungsanstalten.
Gründung Quartierleist
Am 11. Februar 1926 trafen sich 20 Männer im Restaurant Liebefeld (heute Landhaus) auf Einladung eines Initiativkomitees. Man wollte über die Gründung eines Leistes beraten.
Die baulichen Entwicklungen beschäftigten die Einwohner. Sie wollten auf die Quartiergestaltung aktiv Einfluss nehmen.
Champ d’amour
Mit Liebe hat die Ortsbezeichnung freilich nichts zu tun, so lieblich sie klingt. Der Name geht zurück auf einen nach Helvetien vorgedrungenen Alemannen im 5. Jahrhundert.
Dieser Liebo oder Liubo habe sich auf einer grossen Waldlichtung entlang der Steinhölzlimoräne niedergelassen. Aus dem Feld des Liebo wurde das Liebefeld. Von Köniz und Bern gab es noch keine Spur.
Alles Geschichte
Der Liebefeld-Leist bewahrt einen Teil dieser Geschichte. Weiteres ist zu finden in der Ortsgeschichtlichen Sammlung der Gemeinde.
In der Gegenwart soll nun aber gelebt und gefeiert werden: Die Jubiläumsfeier dauert ausgiebige vier Tage, vom 25. bis 28. Juni 2026. Die Bevölkerung trifft sich im Herzen des Liebefelds: Im Liebefeld Park. Dem neuen Feld des Liebo sozusagen.






