Mami verrät: Nemo ging «extrem ungern» zur Schule

Den Weg zur Schule wäre Nemo früher am liebsten nie angetreten. Nun erzählt die Mutter des ESC-Stars, wie sie mit ihrem unmotivierten Schulkind zurechtkam.

Das Wichtigste in Kürze
- Nadja Schnetzler verrät: Ihr Kind Nemo ging «extrem ungern» zur Schule.
- Sie zeigte Verständnis und erklärte, dass das Musiktalent seinen eigenen Weg gehen werde.
- Der Unterricht sei nicht inhaltich, sondern aus sozialen Gründen sinnvoll, so die Mutter.
Treten Kinder ins schulpflichtige Alter, birgt das in vielen Familien Potenzial für Diskussionen. Auch Nadja Schnetzler (54) kennt diese Herausforderungen. Doch sie wusste immer: Ihr Kind, Musiktalent Nemo (26), wird einen eigenen Weg gehen.
Im «mal ehrlich»-Podcast erinnert sich die zweifache Mutter: «Mein erstes Kind Nemo ist extrem nicht gerne zur Schule gegangen und fand das wirklich blöd.» Den Sinn dahinter konnte der heutige ESC-Star offenbar nicht nachvollziehen. Doch während andere Eltern daran verzweifeln würden, wusste Mama Nadja die Diskussion in eine zielorientierte Richtung zu lenken.
Die gebürtige Appenzellerin ist gelernte Journalistin, heute ist sie in der Unternehmensberatung tätig. «Hands Off Parenting» ist nicht nur der Titel ihres Buches. Sondern es beschreibt eine Erziehungsphilosophie, die auf tiefem Vertrauen und Loslassen basiert. Kinder werden auf Augenhöhe begleitet, anstatt kontrolliert zu werden.
«Das kommt irgendwie»
Ein Ansatz, der auch Schnetzler bei ihren Kindern verfolgte. Schulkind Nemo versuchte sie klarzumachen, dass nicht der Unterrichtsstoff an sich relevant sei, sondern die persönliche Entwicklung dahinter. «Dort lernst du Menschen kennen, du lernst, mit Menschen umzugehen, du lernst, mit schwierigen Persönlichkeiten klarzukommen.»

Schnetzlers Worte an Nemo? «Mir ist es egal, was du dort inhaltlich machst. Weil ich weiss, du hast eh deine Interessen und du folgst dem und das kommt irgendwie.»
Auch Nemos Lehrpersonen legte sie ihre «Hands-off-Parenting-Haltung» ans Herz. Schnetzler sah sich verpflichtet, «anwaltschaftlich» für ihr nicht-begeistertes Schulkind einzustehen. Ihr Credo? «Lasst einfach das Kind in Ruhe, es kommt aus sozialen Gründen in die Schule und alles andere wird sich lösen.»
Von der Kinderoper zum ESC-Star
Und sie sollte Recht behalten. Mit dem Erlernen von Geige, Klavier und Schlagzeug erkannte Nemo bereits im frühen Kindesalter musikalisches Talent. Später trat Nemo auch in der Kinderoper in seiner Heimatstadt Biel auf.
Nach der obligatorischen Schulzeit studierte der ESC-Star Sologesang im Profil Jazz und Pop an der Zürcher Hochschule der Künste. Ab diesem Zeitpunkt ging es karrieretechnisch steil bergauf. Mit Hits wie «Himalaya» oder «Ke Bock» hielt sich Nemo wochenlang in den Schweizer Charts.
Nach mehreren Auszeichnungen mit einem Swiss Music Award folgte 2024 der endgültige Durchbruch. Als erste non-binäre Person holte Nemo für die Schweiz den Sieg am Eurovision Song Contest im schwedischen Malmö.
Nemo will neue Welten entdecken
Letzten Herbst ging das Bieler Musiktalent mit dem ersten Album «Arthouse» auf Europa-Tour. «Ich stehe vor einem mega freien Punkt, es ist Platz für etwas Neues da.» Nemo habe viele Ideen und freue sich darauf, diese umzusetzen. 2026 werde «sehr musikalisch und explorativ», kündigte der ESC-Star damals an.

Nemo erklärte, die Arbeit mit anderen Kunstformen verschmelzen zu lassen. «Ich konzeptioniere und baue unglaublich gerne Welten in meinem Kopf und die nächste Welt wartet darauf, entdeckt zu werden.»
Und auch privat begibt sich Nemo immer mal wieder auf neues Terrain. Aufgewachsen in Biel, ging es vor ein paar Jahren nach Berlin, es folgte ein Abstecher nach London. Mittlerweile lebt der ESC-Star in Paris.












