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Impressionen von der Mitgliederversammlung des Swiss Venture Clubs (SVC) fotografiert am Donnerstag, 14. September 2023 in Bern. (SVC/Keystone/Manuel Lopez)

Mitgliederversammlung des SVC: «I am Switzerland»

Andreas Gerber, Präsident des Swiss Venture Clubs (SVC), hatte gleich zu Beginn der Mitgliederversammlung eine gute Nachricht: Die UBS wird den SVC bis mindestens Ende 2025 im gleichen Rahmen wie bisher die Credit Suisse unterstützen.

Unabdingbar für die Arbeit des SVC, will er auch weiterhin für eine gute Vernetzung der Schweizer Wirtschaft sorgen. Denn diese sieht sich inskünftig mit einigen Herausforderungen konfrontiert, insbesondere was die Zusammenarbeit mit der restlichen Welt betrifft. Das wurde nach den ordentlichen Traktanden von Sebastian Ramspeck in einer äusserst interessanten Keynote thematisiert. Der internationale Korrespondent des SRF beleuchtete die Schweizer Neutralität von ihrer Entstehung bis hin zu den aktuellen Herausforderungen. So erfuhren die rund 230 anwesenden Mitglieder des SVC auch, dass der Ausdruck «I am Switzerland» im Ausland gerne als Synonym für «Ich äussere mich dazu nicht» benutzt wird. Abgerundet wurde der gelungene Anlass mit einem feinen Networking-Apéro im Hotel Bellevue.

Fotos: Franzisca Ellenberger

INTERVIEW Sebastian Ramspeck, Intern. Korrespondent «#SRFglobal»

Portrait Sebastian RamspeckWie schätzen Sie die politische Entwicklung auf der Welt ein?
Viele sprechen heute von einer «multipolaren» Weltordnung mit drei, fünf oder mehr Weltmächten. Tatsächlich sehe ich im Moment aber nur zwei Mächte, die neben Grösse und Stärke auch den Willen und die Strahlkraft haben, zur Zeit als Weltmacht zu agieren: die USA und China. Wir wären also wieder, wie im Kalten Krieg, in einer «bipolaren» Weltordnung, allerdings weniger gefestigt und daher weniger stabil.

Was würde das beispielsweise für die Schweizer KMU bedeuten?
Die wirtschaftliche Neutralität droht immer mehr unter Druck zu geraten, wenn die Welt in zwei Einflusssphären aufgeteilt wird. Exportkontrollen, ein Instrument des Kalten Krieges, gewinnen wieder an Bedeutung. In den USA ist viel von «De-coupling» und „De-risking“ die Rede, also davon, dass China sicherheitspolitisch relevante Güter und Dienstleistungen vorenthalten werden sollen. Ob wir wollen oder nicht: Das betrifft auch die Schweiz und ihre KMU!

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