Oberland

SVP-Frau und Grüne kämpfen am 5. Juli um das Thuner Stadtpräsidium

Keystone-SDA Regional
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Thun,

Das Rennen um das Thuner Stadtpräsidium wird erst am 5. Juli entschieden. Erste Frau im Amt wird entweder Eveline Salzmann (SVP) oder Andrea de Meuron (Grüne). Die Sozialdemokratin Katharina Ali-Oesch tritt nicht mehr an.

Erzielte im ersten Wahlgang das beste Ergebnis: Gemeinderätin Eveline Salzmann von der SVP.
Erzielte im ersten Wahlgang das beste Ergebnis: Gemeinderätin Eveline Salzmann von der SVP. - KEYSTONE/KEYSTONE/PETER SCHNEIDER

Im ersten Wahlgang hat keine der drei Kandidatinnen das absolute Mehr erreicht, wie die Stadt am Sonntag mitteilte. Auf Eveline Salzmann (SVP) entfielen 7446 Stimmen. Andrea de Meuron (Grüne) brachte es auf 4507 Stimmen und Katharina Ali-Oesch (SP) auf deren 4359. Die Stimmbeteiligung betrug 53,8 Prozent.

SP und Grüne teilten gemeinsam mit, dass Ali-Oesch auf eine Kandidatur verzichte und de Meuron unterstützen werde. Die Wählerschaft wünsche sich in Thun eine sowohl soziale als auch grüne Politik, schrieben sie.

Das Stadtpräsidium wird neu besetzt, weil Amtsinhaber Raphael Lanz (SVP) in den Berner Regierungsrat gewählt worden ist. Lanz war seit 2011 Stapi, zuvor war das Amt vier Jahrzehnte lang in SP-Händen. Nun wird erstmals eine Frau gewählt werden.

Die 51-jährige Juristin und Grossrätin Salzmann ist seit 2023 Gemeinderätin und leitet die Abteilung Sicherheit und Soziales. Die 52-jährige Andrea de Meuron gehört der Thuner Stadtregierung schon seit 2019 an. Sie steht der Direktion für Finanzen, Ressourcen und Umwelt vor und ist seit kurzem auch Nationalrätin.

Auch bei der Ergänzungswahl für das frei gewordene Mandat im Gemeinderat hat auf Anhieb niemand das absolute Mehr erreicht. Am besten schnitt Stadtrat Valentin Borter (SVP) mit 6374 Stimmen ab. Dahinter folgen Claudius Domeyer (SP) mit 5997 Stimmen und Simone Rosser (Grüne) mit 3245 Stimmen.

Die Bewerberin der Grünen wird im Juli nicht mehr antreten. Somit kommt es zum Zweikampf zwischen den Kandidierenden von SVP und SP.

Wer auch immer im Juli gewählt wird, muss ein paar Monate später gleich zur Bestätigungswahl antreten. Ende November finden in Thun die vierjährlichen Gesamterneuerungswahlen von Stadtregierung und -parlament statt.

Diese Wahlen können die Ergebnisse vom Sommer allenfalls bereits wieder Makulatur werden lassen. Denn bei den ordentlichen Gesamterneuerungswahlen wird nur das Stadtpräsidium im Majorzsystem gewählt, der Gemeinderat hingegen im Proporzsystem.

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