Kanton Bern will Kormorane besser in Schach halten

Keystone-SDA Regional
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Bern,

Der Kanton Bern will die Fische und die Berufsfischerei besser vor den Kormoranen schützen. Dazu setzt er auf einen Zwölfpunkteplan. Die Massnahmen zielen etwa auf Eingriffe in die Brutkolonien, Renaturierungen oder Massnahmen in der Fischerei.

Kormoran
Der Kanton Bern will die fischfressenden Kormorane in Schach halten und damit auch die Berufsfischer entlasten. - keystone

Mit einem verbesserten Kormoran-Management setzt der Kanton einen Auftrag des Grossen Rates um, wie die Wirtschafts-, Energie- und Umweltdirektion am Montag mitteilte.

Seit den 1990er-Jahren nehmen die Bestände von gefährdeten Fischarten wie der Aesche oder der Nase ab. Die Ursachen sind nach Angaben des Kantons vielfältig: Klimawandel, Nährstoffrückgang, Wasserkraftnutzung, Gewässerverbauungen oder Neobiota, also Lebewesen, die durch menschliches Zutun in Gewässer gelangten, in denen sie nicht heimisch waren.

Die fischfressenden Kormorane verstärkten den Druck zusätzlich, schreibt der Kanton. Nicht einig über den Einfluss der Kormorane auf den Fischbestand sind sich Fischer und Vogelschützer.

Der Kanton Bern will nun nach eigenen Angaben den Kormoranbestand mit geeigneten Massnahmen auf einen Niveau stabilisieren, so, dass eine nachhaltige Berufsfischerei möglich sei. Gefährdete Fischarten und deren Laichgebiete sollen besser vor dem Kormoran geschützt werden. Da die Vögel sehr mobil sind, will der Kanton seine Massnahmen mit Nachbarkantonen koordinieren.

Besonders anspruchsvoll gestaltet sich aus Sicht des Kantons die Situation im Fanel und im Hagneckdelta. Dort liegen die Kormorankolonien in Wasser- und Zugvogelreservaten von internationaler und nationaler Bedeutung. Eingriffe seien nur unter strengen rechtlichen Vorgaben erlaubt.

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