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Nachwuchsförderung bei den BSC Young Boys

Traumberuf: Fussballprofi

Sylvain Moser trainiert die FE-12 – die jüngsten YB-Nachwuchstalente. Fotos: Daniel Zaugg

Sie sind mit vollem Einsatz dabei: die Jungs des FE-12 von YB. Hier trainieren die jüngsten Nachwuchstalente, momentan sind 37 Buben im Alter von 11 bis 12 Jahren in dieser Gruppe und sie alle haben ein grosses Ziel: Fussballprofi zu werden. Schaffen wird es vielleicht einer davon. Deshalb sei wichtig, dass niemand einzig und allein auf die Karte Fussball setze, sagt Chef­trainer Sylvain Moser.

«In erster Linie geht es mir darum, dass diese Jungs Freude am Fussball haben. Dass sie gerne ins Training kommen und mit Leidenschaft dabei sind», fasst Sylvain Moser sein Trainingsziel zusammen. Aber, er betont auch, dass hier ernsthaft trainiert wird, mit Disziplin, vollem Einsatz und höchster Motivation. Denn schliesslich muss niemand kommen, der nicht will. Ganz im Gegenteil. Hier dabei zu sein ist für die Nachwuchsschütteler fast schon ein bisschen wie Weihnachten. Denn man muss überzeugen, um hier aufgenommen zu werden. «Es gibt beispielsweise sogenannte Talenttage, an welchen die Kinder aus allen regionalen Clubs zum Vorspielen kommen und so den Weg zu uns finden», umschreibt es der Trainer. Die Clubs melden sich manchmal aber auch direkt bei YB, wenn sie in ihren Reihen besonders Talentierte haben oder diese werden direkt von den YB-Verantwortlichen entdeckt.

Wenn aus Freunden Konkurrenten werden
Bereits auf der Stufe FE-12 wird drei Mal pro Woche trainiert und am Wochenende kommen noch die Matches dazu. «Die Giele opfern schon viel. Eigentlich ihre gesamte Freizeit. Und es wird immer mehr, je höher sie kommen. Jetzt sind sie noch beste Freunde, später werden sie dann immer mehr zu Konkurrenten», weiss der 23-Jährige aus eigener Erfahrung. Selbst ein Nachwuchstalent von YB, platzte sein grosser Traum in der U21. Dennoch blieb er seiner Fussballleidenschaft treu, nach wie vor spielt er bei Münsingen in der 1. Liga, leitet die YB-Kids-Camps und trainiert die FE-12 Junioren. Ausserdem hat er im Anschluss an seine kaufmännische Ausbildung nun noch ein Studium an der BFH zum Betriebsökonomen aufgenommen. Und dennoch sagt er: «Es ist schon hart, wenn man so viel für diesen Sport gegeben hat und es dann halt doch zum Profi nicht ganz reicht. Deshalb ist es wichtig, dass man darauf vorbereitet ist. Immer auch mit dieser Möglichkeit gerechnet hat.»

Klare, ehrliche Kommunikation
Die Balance zwischen einem anspruchsvollen Training, das vollen Einsatz fordert und dem Wissen, dass man auch einen Plan B braucht und deshalb die Schule ebenso wichtig ist, ist herausfordernd. Auch für den Trainer. «Wir als Verein wirken da sehr unterstützend und sind in engem Kontakt mit den Familien. Denn das familiäre Umfeld ist entscheidend und es ist wichtig, dass wir auf Augenhöhe kommunizieren und ehrlich miteinander sind.» Gerade auch in den halbjährlichen Standortbestimmungs-Gesprächen, wo entschieden wird, wie es für die einzelnen Kinder weitergehen soll. Nach wie vor beim YB-Nachwuchs, zurück zum Stammverein oder vielleicht gar zu einer anderen Sportart wechseln? Gespräche, bei denen viel Fingerspitzengefühl gefragt ist.

«Mitenang – Fürenang»
Das heutige Training neigt sich dem Ende zu – aber auch bei der letzten Übung legen sich die jungen Fussballer so richtig ins Zeug, bevor sie mit vereinten Kräften die beiden Metalltore für die nachfolgende Mannschaft anders aufstellen. Gegenseitige Unterstützung, das Miteinander, den Respekt und Disziplin lernen die jungen Menschen neben der Technik des Fussballspiels im YB-Training. Werte, die sie fürs weitere Leben sehr gut brauchen können – auch wenn es nicht zum Starspieler reicht.

Bis zum Traumberuf Fussballprofi ist es noch ein weiter Weg. Und was, wenn es nicht klappt? Beim YB-Nachwuchs wird darauf geachtet, dass die Schule nicht zu kurz kommt und immer auch über Alternativen nachgedacht wird.

YB junioren Bildung dz 6 copy

Owen Hernandez, 11 Jahre, 5. Klasse (rechts im Bild)
«Ich spiele seit fünf Jahren Fussball. Begonnen habe ich mit Kunstturnen, dann habe ich den Fussball entdeckt und seither spiele ich nur noch Fussball. Was mir an diesem Sport am besten gefällt, ist die Ballkontrolle. Das ist cool, wenn man den Ball so beherrscht, dass er fast am Fuss klebt. Ich möchte deshalb später Fussballprofi bei YB sein. Wenn das nicht klappt, dann mache ich wohl eine Ausbildung zum Sportlehrer. Meine Lieblingsfächer in der Schule sind Sport und Mathematik.»

Naveed Schranz, 12 Jahre, 6. Klasse
«Wir haben oft in unserem Garten geschuttet, da war ich etwa drei Jahre alt. Als ich vier war, hat mein Vater gefragt, ob ich ins Fussballtraining möchte. So kam ich zum FC Wyler. Seither trainiere ich sehr viel, denn mein Ziel ist es, Fussballprofi zu werden. Deshalb finde ich es super, dass ich es in die FE-12 von YB geschafft habe. Wenn das mit dem Profi nicht klappt? Hm, dann weiss ich grad noch nicht, was ich mache. Mein Lieblingsfach in der Schule ist Französisch. Das kann ich gut, weil wir das zu Hause sprechen!»

NACHWUCHSFÖRDERUNG BEI YB

IN YOUTH WE BELIEVE ist das Nachwuchsprojekt des BSC Young Boys, das geeigneten und talentierten Spielern eine umfassende fussballerische Ausbildung bietet. Dazu gehören neben den technischen, taktischen und konditionellen Elementen auch die Persönlichkeitsbildung und die sportliche Lebensweise. Jeder Spieler betreibt neben dem Fussball eine schulische oder berufliche Ausbildung. Die Karriereplanung steht hier im Vordergrund. Spieler und Mitglieder leben das «Mitenang – Fürenang». Die gesamte Nachwuchs­abteilung des BSC YB operiert seit dem Jahr 2020 unter dem Namen «Youth Base».

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