FC Thun: Warum sieht Stürmer Ibayi hier nicht Rot?

Nicola Wittwer
Nicola Wittwer

Thun,

Der FC Thun sammelt in Basel schmerzhafte Sperren. Christopher Ibayi sieht in der Schlussphase die Rote Karte, kommt dieser aber schon vor der Pause nah.

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Christopher Ibayi steht Nicolas Vouilloz aufs Bein – und kommt davon. - SRF

Das Wichtigste in Kürze

  • In der ersten Halbzeit steht Thun-Stürmer Ibayi FCB-Verteidiger Vouilloz aufs Bein.
  • SRF-Experte Frei findet: Eigentlich eine klare Rote Karte.
  • Ibayi sieht den Karton in der Schlussphase – gesperrt sind nun auch Fehr und Lustrinelli.

Wie schon beim Spiel gegen Lugano zeigt sich der FC Thun auch im St. Jakob-Park von seiner emotionalen Seite.

Auswärts beim FC Basel (1:3) hat dies aber Folgen: Fabio Fehr und Christopher Ibayi sowie Trainer Mauro Lustrinelli werden für das kommende Spiel gesperrt.

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Ibayi sieht erst in der Schlussphase und von der Bank aus Rot. Doch der Stürmer macht bereits in der 32. Minute auf sich aufmerksam – kommt aber noch ohne Karte davon.

Was ist passiert? Nach einem Zweikampf steht Ibayi Gegenspieler Nicolas Vouilloz aufs Bein (Video oben). Schiedsrichter Fedayi San zeigt dem Thuner keine Karte, der VAR meldet sich nicht. Zurecht?

fc thun fcb
Ibayi steht Vouilloz eine gefühlte Ewigkeit auf dem Bein. - SRF

SRF-Experte Fabian Frei hat im TV-Studio eine klare Meinung: «Für mich ist das klar Rot.»

Freis Erklärung: «Schiedsrichter Fedayi San kann das nur sehr schwer sehen. Was mich aber überrascht, ist, dass man ihn gar nicht an die Seitenlinie holt, damit er sich das selber nochmal anschauen kann. Ich bin mir relativ sicher: Wenn er das sieht – wie lange und wie fest er draufsteht – dass Fedayi San da wohl eine Rote Karte gezogen hätte.»

FC Thun
Christopher Ibayi (r) und Nicolas Vouilloz im Zweikampf. - keystone

Frei zufolge würde ein Spieler in einem solchen Fall schnell wieder vom Bein des Gegenspielers steigen. Hier mache es aber den Anschein, dass Ibayi «mit vollem Gewicht durchzieht».

Sollte die Aktion des Thun-Spielers mit Frust zu tun haben, dann würde Frei das «null komma null verstehen. Bei dieser Ausgangslage, in der Thun ist, macht das gar keinen Sinn, dass man frustriert ist.»

Zwei Spieler in Sion gesperrt – auch der Trainer

Um einiges grösser ist der Thuner Frust dann in der Schlussphase. Fabio Fehr sieht nach einer unnötigen Tat in der 81. Minute Gelb-Rot. Trainer Mauro Lustrinelli ist damit nicht einverstanden und sieht Gelb, womit auch er fürs nächste Spiel in Sion gesperrt ist.

FC Thun
Mauro Lustrinelli wird dem FC Thun in Sion an der Seitenlinie fehlen. - keystone

Neben Fehr und Lustrinelli wird im Wallis auch Christopher Ibayi nicht auflaufen. Der Stürmer wird in der Schlussphase – mittlerweile auf der Bank sitzend – ebenfalls des Feldes verwiesen.

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