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Lyss feiert, Länggasse muss weiter zittern

Die Spieler des SV Lyss dürfen sich über den Aufstieg in die 2. Liga interregional freuen. Fotos: Daniel Zaugg

Mit einem nie gefährdeten 2:0 Auswärtssieg beim FC Länggasse macht der SV Lyss den Aufstieg in die 2. Liga interregional schon zwei Runden vor Schluss perfekt. Länggasse hingegen hat nur noch drei Punkte Vorsprung auf den ominösen unteren Strich.

Die Gäste aus Lyss begannen das für sie so wichtige Spiel konzentriert, fokussiert und spielkontrollierend, ohne in Hektik zu verfallen, und Länggasse versuchte aus einer massierten Abwehr gelegentliche Nadelstiche zu setzen. Aber schon in der 3. Minute bröckelte das Abwehr-Bollwerk der Stadtberner ein erstes Mal und Goalie René Lauper musste sein ganzes Können aufbringen, um seine Farben vor einem frühen Gegentreffer zu bewahren.

Glück für Lyss
In der 6. Minute konnte sich der FC Länggasse ein erstes Mal aus der Umklammerung lösen und bekam in der gegnerischen Hälfte einen Freistoss zugesprochen. Der Freistoss segelte hoch in den Strafraum und landete dort an einem ausgestreckten Arm eines Lyssers. Fassungslos mussten die Länggässler aber feststellen, dass für das Schiri-Trio diese Aktion keinen Penalty wert war. Der Schiedsrichter sollte im weiteren Verlauf der Partie noch heftiger zu reden gab.

Lyss erhöhte die Schlagzahl und tauchte jetzt öfter gefährlich vor dem generischen Kasten auf. Am bestens aufgelegten Goalie Lauper war aber, zumindest vorerst, kein Vorbeikommen.

Doppelschlag in sechs Minuten
Bis in der 27. Minute die Lysser einen Konter abfingen, schnell umschalteten und Elia Burkhalter Keeper Lauper ein erstes Mal bezwingen konnte. Länggasse geriet nach dem Führungstreffer noch mehr ins Schwimmen, Stolpern und Rutschen. Letzteres passierte in der 33. Minute Verteidiger Vasanthanathan im dümmsten Moment. Der Lysser Allenbach bedankte sich und sorgte mit dem 2:0 für noch klarere Verhältnisse.

Frust pur bei Länggasse. Als erster holte sich Arifi mit einem Foul eine gelbe Karte, kurz danach säbelte Teamkollege Aebischer einen Lysser etwas gar ungestüm um, bekam dafür Gelb und wegen Meckerns auch gleich noch Rot. Aebischers Meckern war verständlich. Wurde doch nur kurz zuvor sein Teamkollege Schroff derart rüde von den Beinen geholt, dass um dessen Gesundheit gebangt werden musste. Diese Aktion wurde aber nicht geahndet. Da hätte man sich vom Schiedsrichter etwas mehr «messen mit gleichen Ellen» gewünscht. Die Gemüter auf und neben dem Platz waren deswegen kaum noch zu beruhigen. Goalie Laupers und Trainer Koubskys Kommentare zu seiner Leistung wurden vom Schiedsrichter mit jeweils Gelb honoriert.

«Fans» zum schämen
Auch zwischen den beiden Fan-Lagern brachen heftige und nicht immer jugendfreie Diskussionen aus. Und als das Schiedsrichter-Trio zur Pause pfiff und in seine Kabine wollte, wurden die Unparteiischen von einigen älteren «Fans» derart beleidigt, dass sich der Chronist verwundert die Augen rieb, als das Trio eine Viertelstunde später dennoch zum Tanz in die zweite Hälfte aufforderte.

Die Geschichte vom Rest des Spiels ist schnell erzählt: die einen mussten nicht mehr und die anderen konnten nicht mehr.

Lyss darf sich in der nächsten Saison in der höheren Liga beweisen und Länggasse muss in den letzten zwei Spielen aufpassen nicht doch noch unter den Strich zu rutschen.

AUFSTELLUNGEN

FC Länggasse: René Lauper; Karl Sahlfeld, Chris Schroff, Argient Arifi, Theo Weber, Yannik Aeschbacher, Rodrigo Balsiger, Simon Maharjan, Stefan Glauser, Darshanen Vasan­thanathan; Marc Moser, Kevin Bérard, Abdul Wahab Kaita, David Perez, Minino Keller.

SV Lyss: Dominic Mülchi; Yves Koch, Nino Berger, Nicolas Krüttli, Karim El Mouine, Raphael Oehler, Cardo Ghanbari, Simon Affolter, Joel Schultheiss, Elia Burkhart, Robin Allenbach; Marco Amacher, Karim Bakari, Sanders Loundou, Benjamin Conti, Tomas Ferreira, Wilkins
Luciano, Julian Frei.

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