Marzili nach Umbau: Lob für Becken, Kritik am Sonnenschutz

Redaktion
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Bern,

Die sanierten Becken im Berner Marzilibad sind seit Mitte Juni wieder geöffnet. Trotz Kritik am Sonnenschutz fällt die erste Bilanz des Sportamts positiv aus.

So sieht das Marzilibad nach der ersten Sanierungsetappe aus.

Das Wichtigste in Kürze

  • Das Berner Marzilibad ist nach der ersten Sanierungsetappe wieder geöffnet.
  • Sportamtsleiter Christian Bigler zieht im Interview Bilanz.
  • Kritik gibt es am Sonnenschutz im Kinderbereich – die Stadt Bern prüft Verbesserungen.

BärnerBär: Seit Mitte Juni sind im frisch sanierten Marzilibad auch die sanierten Schwimmbecken und das Sprungbecken wieder offiziell für den Badebetrieb freigegeben. Wie verlief der Saisonstart?

Christian Bigler: Im Grossen und Ganzen verlief der gestaffelte Saisonstart sehr positiv. Die Bauarbeiten sind pünktlich fertig geworden, so dass die Anlage zeitgleich mit dem Ende des Schwimm- und Bootverbots auf der Aare für das Publikum geöffnet werden konnte.

Auch die anschliessende Inbetriebnahme der neuen Wasseraufbereitungsanlage verlief positiv, so dass das Marzili seit dem 13. Juni wieder komplett benutzt werden kann – mit Ausnahme weniger Rasenflächen, die zum Anwachsen noch gesperrt bleiben.

Christian Bigler Sportamt
Christian Bigler ist der Leiter Sportamt der Stadt Bern. - zVg

BärnerBär: Was ist alles neu im Marzili?

Bigler: Nach Abschluss der ersten Bauetappe stehen den Badegästen sanierte Wasserbecken mit moderner Badewassertechnik, neue Startblöcke und Sprungtürme sowie zusätzliche Sitzgelegenheiten entlang der Schwimmbecken zur Verfügung.

Der Kinderplanschbereich und der Spielplatz wurden vollständig neugestaltet.

Entlang des Uferwegs entstand eine Hochwasser-Schutzmauer, die zugleich als Sitzgelegenheit dient und an die neuen Liegepritschen anschliesst.

Die Ein- und Ausstiegstreppen zur Aare wurden erneuert – auf der Liegewiese wurden zusätzliche schattenspendende Bäume gepflanzt.

Einige Tischtennistische stehen neu auf dem «Spitz», dem südlichsten Teil.

Marzili Becken
Die neuen Becken lösen bei den Gästen positive Reaktionen aus. - BärnerBär

BärnerBär: Was macht Ihnen besonders Freude?

Bigler: Mich freut besonders, dass die Sanierung des Marzili in Etappen funktioniert. Im Winter wird gebaggert und gebaut – und an den heissen Sommertagen steht das Marzili der Berner Bevölkerung zur Verfügung.

BärnerBär: Wie waren die Reaktionen der ersten Gäste?

Bigler: Abgesehen von wenigen negativen Reaktionen war der Grossteil der Reaktionen der Öffentlichkeit sehr positiv: Die neuen Becken werden geschätzt, die leicht vergrösserten Liegebereiche und auch die neue Hochwasser-Schutzmauer werden schon rege zum «Plegere» genutzt.

Marzili Spielplatz Schatten
Zu wenig Schatten? Der neue Spielplatz sorgt teilweise für Kritik. - BärnerBär

BärnerBär: Für negative Reaktionen sorgt die lückenhafte Beschattung des Kinderbereichs. Was war das Ziel bei dessen Gestaltung?

Bigler: Die Installation besteht aus mehreren, dreieckigen Stoffbahnen, die mit Lücken nebeneinander platziert wurden. Diese Bauweise reduziert die Windangriffsfläche und verhindert durch die Luftzirkulation auch einen Wärmestau unter den Sonnensegeln.

Wie gefällt dir das neue Marzilibad?

BärnerBär: Die Krebsliga empfiehlt eine flächendeckende Beschattung. Warum ist die Stadt dieser Empfehlung nicht gefolgt?

Bigler: Momentan setzt die Stadt auf einen Mix aus baulichen Massnahmen und natürlicher Beschattung durch bestehende und neue Bäume.

Die Stadt Bern nimmt die Rückmeldungen aus der Bevölkerung ernst. Derzeit wird aktiv geprüft, wie der Sonnenschutz weiter optimiert werden kann.

Marzili Spielplatz
Der Kinderplanschbereich und der Spielplatz wurden vollständig neugestaltet. - BärnerBär

BärnerBär: Auch bei den Becken für die Schwimmer fehlt es an Schattenplätzen. Die Sitzbänke rund ums Becken sind an der prallen Sonne. Gab es hier Reaktionen?

Bigler: Nein, hier gab es noch keine Reaktionen bisher.

BärnerBär: Der Umbau ist noch nicht abgeschlossen. Was steht noch an und wie sieht der Zeitplan aus?

Bigler: Die Sanierung umfasst vier Etappen, die jeweils soweit wie möglich ausserhalb der Badesaison umgesetzt werden. Als nächstes startet im Herbst der Bau eines neuen Betriebsgebäudes aus Holz sowie die Sanierung der historischen Badewärterhäuser.

Im Jahr darauf wird unter anderem das neue Hauptgebäude errichtet, welches ebenfalls als Holzbau konzipiert ist.

In der vierten und letzten Etappe wird dann der «Spitz» umgestaltet. Das Areal wird geöffnet und eine neue Auswasserungsstelle für Aareboote gebaut. Verläuft alles nach Plan, ist die Sanierung pünktlich zur Badesaison 2029 abgeschlossen.

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