Eidgenössisches Scheller- und Trychlertreffen im August in Schüpfen

Das bernische Schüpfen ist dieses Jahr vom 21. bis 23. August Gastgeber des Eidgenössischen Scheller- und Trychlertreffens. Erwartet werden 240 Vereine mit rund 3000 Aktiven. Die Gemeinde freut sich laut Mitteilung auf diese kulturellen Anlass.

Anders als etwa bei einem Eidgenössischen Musik- oder Turnfest steht bei den Schellern und Trychlern nicht der Wettbewerb und eine Rangierung im Vordergrund, sondern die Pflege von Brauchtum.
Schellen und Trycheln als Lärminstrumente finden in vielen Bräuchen im Alpenraum Verwendung. Oft geht es darum, mit dem Lärm böse Geister zu vertreiben oder gute anzulocken. Zahlreiche Lärmbräuche fallen in die dunklen Wintermonate. Manche mögen ihre Wurzeln in vorchristlicher Zeit haben.
Einer der weltweit wohl bekanntesten alpinen Glockenbräuche ist der Chalandamarz im Engadin, verewigt im Kinderbuchklassiker «Schellen-Ursli». Im Kanton Bern ist der Ubersitz in Meiringen bekannt.
Doch nicht nur in alten Bräuchen spielen Schellen und Trycheln eine Rolle. Im bäuerlichen Leben zeugen prächtige Trycheln und Schellen seit alters vom Stolz des Viehbesitzers. An Alpauf- und Alpabzügen werden sie jeweils den Tieren umgebunden.
In Schüpfen geht es am Freitagabend zunächst mit Feststimmung und Unterhaltung los. Am Samstag treffen dann die Scheller- und Trychlervereine ein. Eröffnet wird das Fest mit einem Umzug. Am Sonntag stehen nebst einem Feldgottesdienst auch Ansprachen und ein grosser Umzug am Nachmittag auf dem Programm.
Nach dem Eidgenössischen Musikfest im Juni in Biel gastiert mit den Schellern und Trychlern das nächste «Eidgenössische» im Berner Seeland.






