Gurtenfestival rudert bei Flaschen-Regel zurück

Bern,
Das Gurtenfestival ändert die Flaschen-Regel wieder. Neu dürfen Besucher eine leere 1,5-Liter-Flasche mitnehmen. Das Hitzeschutzkonzept wurde aktiviert.

Das Wichtigste in Kürze
- Wegen Temperaturen um die 30 Grad aktiviert das Gurtenfestival das Hitzeschutzkonzept.
- Damit fällt die Flaschen-Regelung, Besucher dürfen eine leere 1,5-Liter-Flasche mitbringen.
- Die geänderte Regel hatte zuvor für viel Kritik gesorgt.
Das Gurtenfestival rudert bei der Flaschen-Regel zurück: Ende Juni kündigten die Veranstalter an, dass Besucher bloss eine 0,5-Liter-Flasche reinnehmen dürfen. Jetzt kommt die Änderung, wie aus einer Medienmitteilung hervorgeht: Die Festivalgänger dürfen zudem eine leere 1,5-Liter-PET-Flasche mitbringen.
Bis 2023 war die Mitnahme von drei Litern Wasser erlaubt, dann wurde sie auf 1,5 Liter reduziert. In diesem Jahr ging es nochmals runter auf noch 0,5 Liter. Das Festival betonte stets, dass niemand für Wasser bezahlen müsse, es gebe gratis Hähne.
Schnell wurde eine Petition auf Campax lanciert, die fast 1000 Unterschriften erreicht hat. Unter dem Titel «Füre Güsche, wo mir liebe» wurde gefordert, von der Reduzierung abzusehen. Argumentiert wird mit der Gesundheit: An heissen Tagen sei die 0,5-Liter-Flasche in kürzester Zeit leer.
Die Wasserstellen seien in der Theorie zwar gut. Doch weil jeder Besucher nur einen halben Liter mitnehmen könne, würde es zu langen Schlangen und Wartezeiten kommen. Und man laufe Gefahr, die Konzerte zu verpassen.
Gurtenfestival setzt erstmals Wasservernebelungsanlagen ein
Jetzt also rudert das Gurtenfestival zurück – jedoch nicht wegen der Petition oder der Kritik, sondern wegen der Hitze. Am Mittwoch, dem ersten Tag des Festivals, prognostiziert «SRF Meteo» auf dem Berner Hausberg 31 Grad, am Donnerstag 29 Grad.
Wegen der hohen Temperaturen habe man das Hitzeschutzkonzept aktiviert, schreiben die Veranstalter. Darin enthalten ist die Flaschen-Regelung. Zudem werden zusätzliche Wasserstellen bereitgestellt, sodass sich deren Gesamtzahl auf 150 erhöht.
Zum Hitzeschutzkonzept gehören auch Hunderte Sonnenschirme, die im Wartebereich Schatten spenden sollen, sowie eine Cooling Map und mögliche Programmverschiebungen.
Neu kommen auf dem Gurten auch Wasservernebelungsanlagen zum Einsatz. Diese sollen vor der Hauptbühne und am Hang beim Zeltbühnenareal für Abkühlung sorgen.











