Stadt Bern

Kunstmuseum Bern kann vorerst nicht saniert werden

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Keystone-SDA, Yannick Stay

Bern,

Hauchdünn lehnt die Stimmbevölkerung des Kantons Bern die Sanierung und Erweiterung des Kunstmuseums ab – für die Planung ein herber Rückschlag.

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Die Planung für die Erneuerung des Kunstmuseums Bern beginnt von vorn. (Archivbild) - keystone

Die Pläne für eine Sanierung und Erweiterung des Kunstmuseums Bern haben sich zerschlagen. Das Stimmvolk hat den Projektierungskredit mit einem Nein-Anteil von 51,8 Prozent abgelehnt.

In einer Referendumsabstimmung setzten sich die Gegner mit 214'493 zu 199'406 Stimmen durch. Die Stimmbeteiligung betrug 56,7 Prozent, wie die Staatskanzlei am Sonntag mitteilte.

Politiker aus den Reihen von SVP, EDU und GLP hatten das Referendum ergriffen. Sie kritisierten das «Luxusprojekt» und warnten vor einem «Fass ohne Boden».

Bist du überrascht von dem Nein an der Urne?

Vorgesehen war, das historische Gebäude von 1879 umfassend zu erneuern und den Erweiterungsbau von 1983 durch einen Neubau zu ersetzen. Die Gesamtkosten wurden auf 147 Millionen Franken geschätzt, wovon der Kanton 81 Millionen Franken beitragen sollte.

Den Rest sollten Private, die Bernburger und der Lotteriefonds beisteuern. Den weitaus grössten Beitrag hatte der Berner Unternehmer und Kunstmäzen Hansjörg Wyss zugesichert. Die privaten Finanzierungsbeiträge waren allerdings nur für das sogenannte Projekt «Eiger» zugesagt.

Nach dem Nein zum Projektierungskredit von 15,7 Millionen Franken beginnt die Planung wieder auf Feld eins, denn der Handlungsbedarf ist unbestritten. Die Haustechnik ist veraltet, die Dächer und Fassaden sind in die Jahre gekommen, die Kunstwerke drohen Schaden zu nehmen. Ohne Sanierung könnten die Unterhaltskosten in die Höhe schiessen.

In einer Medienmitteilung schreibt die Stiftung Kunstmuseum Bern, man nehme den Entscheid der Stimmbevölkerung bedauernd zur Kenntnis. «Das Abstimmungsresultat macht deutlich, dass die Finanzierung von der Bevölkerung kritisch beurteilt wurde, nicht jedoch das Kunstmuseum. Der Sanierungsbedarf des Museums bleibt bestehen.»

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