Schwan trägt grosse Geschwulst am Hals – Bieler machen sich Sorgen

Ein Schwan sorgt bei Bielerinnen und Bielern für Unbehagen: Mit riesiger Geschwulst am Hals treibt er über das Wasser. Die «Stiftung Schwanenkolonie» klärt auf.

Das Wichtigste in Kürze
- In Biel BE trägt ein Schwan am Hals eine unschöne Geschwulst mit sich.
- Einige Menschen zeigen sich deshalb besorgt.
- Die Bieler Schwanenkolonie erklärt, warum das Tier besser nicht eingefangen werden sollte.
Schwäne zählen wohl mit zu den elegantesten Vertretern des Tierreiches. Mit gebogenem Hals treiben sie mühelos über das Wasser.
Auch am Bielersee kann man diese Vögel bestaunen. Doch eines der Tiere ruft bei einigen Passantinnen und Passanten Sorgen hervor.
Denn wie die «Stiftung Schwanenkolonie» in einem Social-Media-Beitrag schreibt, hätten sich einige Menschen bei ihr gemeldet. Hintergrund sei ein Höckerschwan mit einer Geschwulst am Hals.
«Es ist schön zu sehen, dass sich viele Leute Gedanken um die wilden Stadtvögel machen!», heisst es in dem Post weiter.

Demnach lebt der Schwan schon einige Jahre mit diesem Anhängsel, bei dem es sich «wahrscheinlich um einen Tumor handelt».
Ebenso erklärt die Schwanenkolonie, dass es bei wilden Vögeln nicht möglich sei, solche Tumore zu behandeln. So weit die schlechten Nachrichten.
Aber: «Der Schwan kann sich gut selbst ernähren und mit dem Tumor leben.» Aufgrund von daraus resultierendem hohen Stress wird von einem Einfangen abgeraten.
Keine Anzeichen von Leiden
Auf Anfrage des BärnerBär präzisiert Sandra Riverendo, Präsidentin des Stiftungsrates und Biologin: «Grundsätzlich gilt bei Wildtieren, solange es frisst und sich unauffällig verhält, wird es nicht aus seinem angestammten Lebensraum entfernt.» Der Schwan zeige keine Anzeichen von Leiden.
Ebenso bräuchte es für einen solchen Eingriff eine spezialisierte Tierärztin oder einen spezialisierten Tierarzt. Nicht jede Praxis sei dazu bereit oder in der Lage, eine Tumoroperation bei einem solch grossen Wildvogel durchzuführen.
Auch wäre die Kostenfrage ein Faktor. «Bei einem Wildtier ohne Besitzer ist nicht automatisch geklärt, wer für die Kosten von Diagnostik, Operation und Nachsorge aufkommt.»
Riverendo erklärt, dass die Schwanenkolonie selbst noch nie bei einem Schwan so etwas beobachtet habe. Hingegen bei einem anderen Tier: «Eine vergleichbare Geschwulst hatten wir bereits bei einer Blaumeise in unserer Pflege.» Diese sei jedoch am Flügel aufgetreten.






