Berner Stadtrat will mehr Raum für Fahrende im Buech

Bern,
Der Berner Stadtrat lässt prüfen, wie die Wohnsituation in der Zone für das Fahrende Volk (ZFV) im Buech verbessert werden kann. Mit 51 zu 8 Stimmen überwies er am Donnerstag ein entsprechendes Postulat aus den Reihen von SP und Grünem Bündnis.

Der Vorstoss verlangt, dass die maximale Gebäudehöhe von fünf auf sieben Meter erhöht wird. Dies würde zweigeschossige Bauten ermöglichen und damit den Platzmangel für wachsende Familien beheben, sagte Timur Akçasayar (SP). Die aktuelle Limite sei nicht mehr zeitgemäss.
Eine Erhöhung auf sieben Meter würde die Sonderzone faktisch in eine reguläre Wohnzone umwandeln, entgegnete der Gemeinderat in seiner Antwort. Eine reguläre Wohnzone sei an diesem Standort jedoch nicht zulässig: Das Areal liege isoliert im Industriegebiet, sei schlecht an den öffentlichen Verkehr angebunden und leide unter dem Lärm der Autobahn.
Zudem fehlten der Verwaltung aktuell die personellen Ressourcen für ein neues Planungsverfahren. Der Gemeinderat sei aber bereit, einige Ansätze aufzuzeigen, wie dem Bedürfnis nach ausreichend Platz, Rückzugsmöglichkeiten und Privatsphäre Rechnung getragen werden könnte. Wenn die Stadtregierung Varianten aufzeige, sei dies immerhin ein Fortschritt, befand Akçasayar.
Gegen den Vorstoss stimmte die SVP. Eine Sonderlösung für eine einzige Gruppe sei aus Gründen der Rechtsgleichheit abzulehnen, sagte SVP-Stadtrat Alexander Feuz. Wenn ein anderer Bürger der Stadt zum Beispiel seine Terrasse vergrössern wolle, gestehe man ihm auch kein Sonderrecht zu.






