Kanton Freiburg sieht sich durch Windmessdaten weiter bestätigt

In der Frage nach möglichen Windkraftstandorten sieht sich der Kanton Freiburg in einem umstrittenen Gebiet durch weitere Messdaten bestätigt. Nach den Messungen in Billens-Hennens liegt auch ein Bericht zu Messungen in Surpierre-Cheiry vor.

Im Auftrag des Freiburger Kantonsparlaments werden an insgesamt sieben möglichen Windkraftstandorten Messungen durchgeführt. Windgeschwindigkeit und Windqualität sind wesentliche Kriterien für den Bau von Windkraftanlagen.
Nicht überall sind aber Windkraftanlagen in der Bevölkerung gerne gesehen. Im Kanton Freiburg wehren sich sechs Gemeinden gegen eine Einstufung als Windkraftgebiet.
Nachdem ein erster Windmessmast in der Region Billens-Hennens aus Sicht des Kantons das vermutete Windkraftpotenzial bestätigte, kritisierten die Gemeinden unter anderem, dass der Kanton einen zu hohen Korrekturfaktor anwende. Ohne den Faktor wären die gemessenen Winde zu schwach für eine Anlage. Von Kantonsseite hiess es, der Korrekturfaktor sei wissenschaftlich anerkannt.
Unterdessen wurde eine zweite Windmessanlage in Surpierre-Cheiry nach einem Jahr der Winddatensammlung abgebaut. Auch diese Daten bestätigten das langfristige Windenergiepotenzial des Gebiets, schreibt der Kanton in einer Mitteilung vom Mittwoch.
Der von einer einzigen Anlage produzierte Strom könnte die 620 Haushalte von Surpierre-Cheiry versorgen, heisst es darin weiter.
Der Windmessmast, der in Surpierre-Cheiry abgebaut wurde, wird nun in der Gemeinde Sâles für ein Jahr aufgebaut.






