Spitalgruppe FMI schreibt positives Ergebnis

Die Berner Oberländer Spitalgruppe Frutigen, Meiringen, Interlaken (FMI) hat das vergangene Geschäftsjahr mit einem positiven Ergebnis von 5,8 Millionen Franken abgeschlossen. Die Freude darüber hält sich allerdings in Grenzen.

Das Ergebnis sei vor allem auf ausserordentliche Erträge sowie auf verzögerte Projekte und hinausgeschobene Investitionen zurückzuführen, schreiben die FMI-Verantwortlichen in einer Mitteilung vom Donnerstag.
Ertragsseitig gab es zum Beispiel höhere Zahlungen des Kantons für die Aus- und Weiterbildungen oder zusätzliche Subventionen für Psychiatrieleistungen. Auch der Verkauf eines Gebäudes brachte Erlös.
Aufwandseitig blieben verschiedene Stellen aufgrund des Fachkräftemangels unbesetzt. Es fehlten auch Fachpersonen, um wichtige Projekte voranzutreiben, etwa in der Informatik, heisst es in der Mitteilung weiter.
Die Patientenzahlen bewegten sich 2025 auf ähnlichem Niveau wie in den Vorjahren. Zwei Ausnahmen bilden die Psychiatrie und der Notfall. In der Psychiatrie nahm die Anzahl ambulanter Konsultationen um fast fünf Prozent zu, auf den Notfallstationen um 2,7 Prozent.
Die FMI-Spitäler schrieben 2025 einen Betriebsertrag von 200,3 Millionen Franken (Vorjahr: 193,6 Millionen Franken). Der Betriebsaufwand stieg auf 194,5 Millionen Franken (Vorjahr: 193,8 Millionen Franken). Nach Berücksichtigung des Finanzergebnisses und Abzug der Steuern betrug das Jahresergebnis 5,8 Millionen Franken (Vorjahr: -45'500 Franken).
Die Spitallandschaft und Gesundheitsversorgung verändern sich aktuell stark, so auch im Berner Oberland. Fachkräftemangel, Kostendruck, demografische Veränderungen und rasanter medizinischer Fortschritt prägten den Alltag, schreiben die FMI-Verantwortlichen.
Der Kanton Bern gebe mit dem «4+-Regionenmodell» den Kurs für die Weiterentwicklung vor. Das Modell sieht vor, die Gesundheitsversorgung in vier Hauptregionen, Bern und Umland, Oberland, Mittelland/Emmental/Oberaargau und Seeland/Berner Jura zu unterteilen.
Im März 2025 gab die Spitalgruppe FMI die Schliessung der Geburtenabteilung am Spital Frutigen bekannt. Dafür sollten Notfall und stationäres Angebot ausgebaut werden. In der Region sorgte der Entscheid für eine Protestwelle.
Die Spitalgruppe FMI und die benachbarte Spitalgruppe Simmental Thun Saanenland STS loten zudem Zusammenarbeitsmöglichkeiten aus.





