Stadtrat sagt Ja zu grossem Rettungsdienst für Region Bern

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Bern,

Der Berner Stadtrat hat grünes Licht für den Ausbau des städtischen Rettungsdienstes gegeben. Mit der Bewilligung von Krediten im Umfang von insgesamt gut einer Million Franken macht das Parlament den Weg frei für das Projekt «Rettungsdienst Bern+».

In Bern und Umgebung soll ab Mitte 2027 nur noch Schutz und Rettung Bern tätig sein. (Archivbild)
In Bern und Umgebung soll ab Mitte 2027 nur noch Schutz und Rettung Bern tätig sein. (Archivbild) - Keystone/GAETAN BALLY

Der Rettungsdienst der Insel Gruppe AG soll per 1. Juli 2027 komplett in die städtische Organisation Schutz und Rettung Bern (SRB) integriert werden. Betroffen von der Übernahme sind die beiden bisherigen Spitalstandorte Münsingen und Riggisberg. SRB soll alle 39 Angestellten der Insel Gruppe übernehmen.

Das Parlament bewilligte für das Projekt einen Verpflichtungskredit von 800'000 Franken für das Jahr 2027 sowie einen Investitionskredit von rund 240'000 Franken. Das Geld fliesst in die juristische Umsetzung, den Personaltransfer sowie in die Übernahme von Rettungsfahrzeugen, medizinischen Geräten und IT-Infrastruktur.

Hintergrund der Fusion ist die neue Strategie des Kantons Bern mit künftig noch vier Spitalregionen. Der Kanton fordert, dass pro Spitalregion nur ein einziger Rettungsdienst die Versorgung anbietet. Hätte die Stadt Bern den Zusammenschluss abgelehnt, hätte der Kanton den Leistungsauftrag öffentlich ausgeschrieben.

Dass die Stadt letztlich nicht anders kann, als ihren Rettungsdienst zu einem regionalen Anbieter auszubauen, und dass sie für allfällige Defizite alleine aufkommen muss, stiess im Stadtrat auf Unmut. Trotzdem fiel die Zustimmung mit 53 zu 5 Stimmen deutlich aus.

Dass es vorerst keine regionale Finanzierung gibt, bezeichnete auch Gemeinderat Alec von Graffenried (GFL) als Schwäche. Wenn es ein Defizit gebe wie 2024 und 2025, sei das Risiko ganz bei der Stadt Bern.

«Wenn wir Wege finden für eine regionale Abstützung, werden wir das machen», versprach von Graffenried. Sicher sei, dass man eine neue Spezialfinanzierung einrichten werde. Sie solle langfristig dafür sorgen, dass die Eigenfinanzierung des Rettungsdiensts gegeben sei.

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