Familie wegen Ausbeutung von Putzkräften in Nobelorten vor Gericht

Keystone-SDA
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Obersimmental-Saanenland,

Ein serbisches Paar und seine Tochter sollen in der Nobelferienregion Gstaad BE jahrelang Frauen als Putzkräfte ausgebeutet haben. Nun steht das Trio seit Montag vor dem erstinstanzlichen Regionalgericht in Thun. Ihm wird unter anderem Menschenhandel vorgeworfen.

Putzen, waschen, kochen und Kinder betreuen fast rund um die Uhr: Im Berner Oberland sollen serbische Frauen als Putzkräfte ausgebeutet worden sein. (Symbolbild)
Putzen, waschen, kochen und Kinder betreuen fast rund um die Uhr: Im Berner Oberland sollen serbische Frauen als Putzkräfte ausgebeutet worden sein. (Symbolbild) - KEYSTONE/CHRISTIAN BEUTLER

Die Ferienregion rund um Gstaad im Berner Oberland gilt als Hotspot der Schönen und Reichen. Doch hinter den Chalet- und Hotelfassaden, wo der Jetset es sich gut gehen lässt, schwärt ein Geschäft mit Billig-Haushaltskräften.

Ein grosser Fall flog 2019 auf, im Zentrum die drei Angeklagten. Sie sollen laut Staatsanwaltschaft rund 40 serbische Frauen in die Schweiz gelockt haben, wo diese dann sieben Tage pro Woche und oft bis zu 16 Stunden täglich im Haushalt schuften mussten.

Die Kost war laut Anklageschrift mager, die Unterkunft prekär und der versprochene Lohn von 1500 Franken viel zu wenig. Die Bewegungsfreiheit der Frauen war eingeschränkt. Wer aufmuckte, wurde systematisch unter Druck gesetzt und bedroht. Der Prozess in Thun ist auf mehrere Tage angesetzt, das Urteil fällt Mitte Juni.

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