Mit Autonummern: Zürich macht Kasse – deshalb hinkt Bern hinterher

Bern,
Im Kanton Zürich werden regelmässig besonders gefragte Autonummern zu hohen Beträgen verkauft. Der Kanton Bern generiert deutlich weniger Einnahmen.

Das Wichtigste in Kürze
- Der Kanton Zürich verdient mit dem Handel von speziellen Kontrollschildern jährlich rund fünf Millionen Franken.
- Im Kanton Bern kommt es vergleichsweise wenig oft zu solchen Verkäufen.
- Warum ist das so? Der BärnerBär hat nachgefragt.
Tiefe oder besondere Kontrollschilder sind beliebt – das zeigen die hohen Preise, die bei Auktionen jeweils erzielt werden.
Im Kanton Zürich etwa, werden regelmässig spezielle und besonders gefragte Autonummern zu hohen Beträgen verkauft.

So wurde das Kontrollschild «ZH24» im Jahr 2024 für satte 299’000 Franken versteigert. 2025 brachte «ZH25» 126’000 Franken ein, im gleichen Jahr ging «ZH11» für 262'000 Franken. Und kürzlich zahlte jemand für «ZH26» 81’000 Franken.
Insgesamt erzielt der Kanton Zürich mit dem Verkauf von Kontrollschildern jährlich Einnahmen von rund fünf Millionen Franken.
Aber nicht nur in Zürich greifen Liebhaber tief in die Taschen. In Solothurn wechselte in diesem Jahr «SO1» für fast 400'000 Franken den Besitzer. Und im Aargau blätterte 2021 jemand 132'400 Franken für «AG55» hin.

Weniger Einnahmen im Kanton Bern
Auch im Kanton Bern besteht die Möglichkeit, Kontrollschilder über eine Onlineplattform zu erwerben. Allerdings sind aus jüngerer Zeit keine Verkäufe von besonders lukrativen Kontrollschildern bekannt.
Warum eigentlich nicht? Der BärnerBär hat beim zuständigen Strassenverkehrs- und Schifffahrtsamt des Kantons Bern nachgefragt.
Im Kanton Bern seien bereits sehr viele attraktive Kontrollschilder im Verkehr, heisst es auf Anfrage. «Zudem ist im Kanton Bern eine Direktübertragung unter bestimmten Voraussetzungen möglich.»

Die Einnahmen aus dem Handel von Kontrollschildern hätten in den letzten Jahren ungefähr 1,5 Millionen Franken betragen. Also deutlich weniger als die rund fünf Millionen Franken, welche der Kanton Zürich jährlich einnimmt.
Auktionen meist im Frühling oder vor Weihnachten
Es sei nicht geplant, in nächster Zeit ein besonders spezielles Kontrollschild zu versteigern. Das geschehe in der Regel ein- bis zweimal pro Jahr, heisst es weiter.
«Meist im Frühling und vor Weihnachten bietet der Kanton Bern, je nach Verfügbarkeit, ebenfalls interessante Schilder auf der Auktionsplattform an.»




