Angeklagter in Berner Mordprozess führt Suizid an

Bern,
Ein Mann steht in Bern wegen Mordes an seiner Frau vor Gericht. Er behauptet, sie habe Selbstmord begangen.

Der wegen Mordes an seiner Frau in Bern angeklagte Mann sagt weiterhin aus, seine Gattin habe ihrem Leben selber ein Ende gesetzt. «Ich gehe von einem Suizid aus», sagte der heute 38-Jährige am Montag vor dem Regionalgericht Bern. Wer und wie eine Dritttäterschaft die Frau hätte umbringen sollen, könne er nicht sagen, betonte der Mann.
Dass er ausgerechnet am Tattag verschiedenen Leuten gesagt habe, dass er sich wegen psychischer Probleme um seine Frau Sorgen mache, konnte der Mann nicht näher erläutern. Diese Angst habe ihn schon seit einigen Wochen im Zusammenhang mit Beziehungsproblemen begleitet. Vor der Tat hätten sich die Sorgen sicherlich akzentuiert.
Ausnahmezustand nach Auffinden der Leiche
Auch zu seinem Verhalten beim Auffinden der Leiche und nachher machte er keine detaillierten Angaben. «Bei mir waren in diesem Moment die Sicherungen draussen», sagte er. Er habe sich in einem Ausnahmezustand befunden und könne nicht sagen, warum er was gemacht oder nicht gemacht habe.
Das Gericht konfrontierte ihn auch mit der Tatsache, dass er im Internet nach Informationen zum Tod durch Erwürgen gesucht habe. Als Rettungssanitäter habe er ein berufliches Interesse an solchen Dingen gehabt, sagte der Angeklagte. Ausserdem habe er gerne Kampfsport geschaut und sich gefragt, wie lange es gehe, bis jemand Schaden nehme. Auch Informationen zum Beruhigungsmittel Dormicum habe er aus beruflichen Gründen im Internet gesucht.






