Berner Sicherheitsdirektor ergreift «Massnahmen» wegen Terrorgefahr

Carine Meier
Carine Meier

Bern,

Nach mehreren Terrorangriffen in Europa macht man sich auch in der Stadt Bern Sorgen. Vor der Lichtershow am Bundeshaus werden zusätzliche Massnahmen ergriffen.

Das Bundeshaus wird am Freitagabend anlässlich der Hauptprobe der Projektion «Rendez-vous Bundesplatz», Point Nemo, beleuchtet.
Das Bundeshaus wird am Freitagabend anlässlich der Hauptprobe der Projektion «Rendez-vous Bundesplatz», Point Nemo, beleuchtet. - sda - KEYSTONE/PETER SCHNEIDER

Das Wichtigste in Kürze

  • Die jüngsten Terrorangriffe in Europa sorgen auch in der Schweiz für Sicherheitsbedenken.
  • Bern hat vor der Lichtershow «Rendez-vous Bundesplatz» zusätzliche Massnahmen ergriffen.

Am Samstag beginnt in Bern wieder die Lichtershow «Rendez-vous Bundesplatz». Angesichts der jüngsten Terrorangriffe in Nordfrankreich und Belgien gibt es jedoch Sicherheitsbedenken.

Eine grosse Menschenmenge vor dem Bundeshaus könnte nämlich ins Visier der Terroristen geraten. Darüber macht sich auch der Stadtberner Sicherheitsdirektor Reto Nause derzeit Gedanken.

«Angesichts der aktuellen Situation wurden zusätzliche Massnahmen ergriffen», erklärt er gegenüber dem Portal «BärnToday». Jedoch will er aus taktischen Gründen nicht näher darauf eingehen, was diese Massnahmen genau beinhalten.

Machen Sie sich Sorgen, dass es auch in der Schweiz einen Terrorangriff geben könnte?

Konkrete Hinweise auf einen geplanten Angriff gebe es aber derzeit nicht. Trotzdem verspricht er: «Wir bleiben wachsam.» Denn ausgeschlossen könne ein solches Szenario nie werden.

Einzeltäter am wahrscheinlichsten

Auch der Schweizer Nachrichtendienst NBD erklärte bereits gestern gegenüber Nau.ch: «Das plausibelste Terrorszenario für die Schweiz ist derzeit ein dschihadistischer Gewaltakt.» Dieser würde am wahrscheinlichsten von einer Einzelperson begangen.

Aber aktuell lägen keine Hinweise auf konkrete Anschlagsplanungen vor. Und: Andere Orte in Europa sind gemäss dem NBD wegen des Israel-Kriegs stärker gefährdet, als die Schweiz.

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