Chinese in Bern wegen Menschenhandel und Prostitution vor Gericht

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Bern,

Vor dem Regionalgericht Bern muss sich ein 39-jähriger Chinese wegen schwerer Verbrechen verantworten.

Justitia
Angeklagt sind zehn Taten, aber auch über 60 Versuche. (Symbolbild) - afp

Vor dem Regionalgericht in Bern steht seit Dienstag ein 39-jähriger Chinese, der sich unter anderem wegen Menschenhandels und Förderung der Prostitution verantworten muss.

Er soll teilweise zusammen mit einem anderen Mann chinesische Wanderarbeiterinnen in die Schweiz gelockt und sie dann zur Prostitution gezwungen haben.

Angeklagt sind zehn Taten, aber auch über 60 Versuche. Laut Anklageschrift soll der Mann im Internet «Massagemädchen für die Schweiz» mit teilweise hohen Verdienstmöglichkeiten gesucht haben.

Zwangsprostitution während Corona-Pandemie

Die Frauen hielten sich illegal und ohne Arbeitsbewilligung in der Schweiz auf. Während der Coronapandemie verschärfte sich die prekäre Lage der Frauen, für die eine Rückreise nach China unmöglich war.

Die Frauen mussten zum Teil gesundheitsgefährdende Sexualpraktiken ausführen. Die Hälfte der Einkünfte ging an den Angeklagten.

Mit dem Geld finanzierte er seinen Lebensunterhalt, einen Teil verspielte er im Casino.

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