YB – Das war knapp: Bedia fast beim FCB gelandet

Bern,
YB zieht die Option bei Chris Bedia nicht, der Stürmer spielt mittlerweile in Dubai. Beinahe wäre der 17-fache Saisontorschütze aber beim FC Basel gelandet.

Das Wichtigste in Kürze
- Der FC Basel führte intensive Gespräche mit Ex-YB-Stürmer Chris Bedia.
- Finanziell konnten sich die Bebbi aber nicht mit dem 30-Jährigen einigen
- Bedia wechselte mittlerweile nach Dubai, der FCB holt Zan Celar.
Trotz 17 Ligatoren in der vergangenen Saison zieht YB die Kaufoption bei Chris Bedia nicht. Der Stürmer kehrt zurück zu Union Berlin – und hat mittlerweile bei Al-Nasr in der Wüste unterschrieben.

Bei den Young Boys setzt man auf Winter-Neuzugang Samuel Essende, der Ende der letzten Saison in Fahrt kommt.
Zeitgleich ist der FC Basel auf der Suche nach einem neuen Stürmer. Und wird Ende letzter Woche fündig: Ex-Lugano-Knipser Zan Celar kommt und unterschreibt für drei Jahre.
Im FCB-Podcast «Achzähdreyenünzig» sind Club-Boss David Degen und Andreas Herrmann, der neue Technische Direktor, zu Gast. Und Herrmann verrät: Der FCB war selber stark an Chris Bedia interessiert.
FCB erklärt: «Standen kurz vor dem Vollzug»
«Es ist kein Geheimnis, dass wir uns auch länger mit Chris Bedia beschäftigt haben», so Herrmann. «Es gab intensive Gespräche, man stand auch ein-, zweimal kurz vor dem Vollzug. Aber man muss auch sagen: Chris ist jetzt 30 Jahre alt, er schliesst seinen letzten grossen Vertrag ab, zudem wird er auch noch Vater.»

Herrmann weiter: «Wir hätten das gerne gemacht, auch mit Union Berlin hätte es bezüglich der Transfersumme keine Probleme gegeben. Aber am Ende muss auch das Spielerpaket nach unseren Vorstellungen passieren, ohne den Club überzustrapazieren.»
Der Technische Direktor erklärt: «Da geht es nicht nur um das Monetäre, es geht auch um die Dauer des Vertrags. Da kamen wir irgendwann an einen Punkt, an dem wir sagen mussten, dass wir das so nicht machen können.»
Chris Bedia habe gleichzeitig ein sehr gut dotiertes Angebot aus einem der neuen Märkte in den Emiraten erhalten. «Und dafür hat er sich dann entschieden», so Herrmann.
Degen: «Wir boten eine hohe, hohe, hohe Summe»
Club-Boss Degen ergänzt: «Bei Bedia haben wir auf den Tisch gelegt, wovon wir gedacht haben, dass es das braucht, damit er Ja sagt. Das war eine hohe, hohe, hohe Summe. Er hat sich dann trotzdem für Dubai entschieden, weil die Summe dort vermutlich nochmal viel höher war.»

Degen weiter: «Es ist nicht wertend gemeint. Und man kann ihm nicht böse sein, dass es ums Geld ging bei seinem wohl letzten Vertrag.»
YB setzt auf Essende – und auf Sanches
Nicht wenige YB-Fans dürften wohl tief durchgeatmet haben, dass sich Bedia nicht mit dem FCB einigen konnte.
Zudem dreht Samuel Essende gegen Ende der abgelaufenen Saison auf: Er erzielt in den letzten beiden Spielen vier Tore. Und hat auch in der Sommer-Vorbereitung dreimal eingenetzt.

Zudem ist auch Alvyn Sanches immer noch da: Nach dem Nicht-Aufgebot für die WM 2026 hat der 23-Jährige die gesamte Vorbereitung mit YB bestritten. Nach zehn Toren und sechs Assists in der letzten Saison hat sich Sanches zum Dreh- und Angelpunkt der YB-Offensive entwickelt.
Am Sonntag gilt es für YB in der Super League ernst: Um 14 Uhr empfängt das Team von Gerardo Seoane den FC Sion. Und mit den Wallisern haben die Berner noch eine Rechnung offen: Gegen das Tholot-Team blieben die Young Boys in der abgelaufenen Saison ohne Sieg (zwei Remis, zwei Niederlagen).












